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  "Historische Gärten gehören zu den Elementen des kulturellen Erbes, deren Fortbestand naturbedingt ein Äußerstes an unablässiger Pflege durch qualifizierte Personen erfordert. …
…Das Interesse an historischen Gärten muss durch alles geweckt werden, was geeignet ist, dieses Erbe zur Geltung zu bringen, es bekannter zu machen und ihm zu besserer Würdigung zu verhelfen: Förderung wissenschaftlicher Forschung, internationaler Austausch und Verbreitung von Informationen, wissenschaftliche Veröffentlichungen und populäre Darstellungen; Ansporn zur geregelten Öffnung der Gärten für das Publikum, Sensibilisierung für natürliche und kulturelle Werte mit Hilfe der Massenmedien."

Aus den Artikeln 24 und 25 der Charta der historischen Gärten, genannt ‚Charta von Florenz’, 1981



Seit 30 Jahren leistet der Verein Roseninsel Park Wilhelmshöhe e.V. in Zusammenarbeit mit der Verwaltung Staatlicher Schlösser und Gärten beides, die Pflege des Rosenbestandes im Schlosspark Wilhelmshöhe und seine öffentliche Darstellung. Seit 2007 erfolgt die Zusammenarbeit mit der mhk. (Museumslandschaft Hessen-Kassel) nachdem die Staatlichen Museen in Kassel mit den Kasseler Liegenschaften der Verwaltung Staatlicher Schlösser und Gärten fusioniert wurde.
Die mhk. steht in einer rund 600jährigen Tradition des Sammelns, Bewahrens und Gestaltens. Fürstliche Sammel-leidenschaft und fürstlicher Wille zur Repräsentation ließen hier über die Jahrhunderte hinweg und unverändert an ihrem historischen Ort nicht nur zahlreiche und bedeutende Kunstschätze zusammenkommen, sondern auch in Kassel die großartigen Gartenkunstwerke entstehen mit erlesenen Parkgehölzen aus aller Welt. Die Landgrafen und späteren Kurfürsten von Hessen-Kassel folgten ihrer Sammelleidenschaft und ihrem steten Interesse an Pflanzen, sie holten die bedeutendsten europäischen Künstler,   Architekten und Gärtner an den Kasseler Hof. Friedrich II legte mit seinem Hofgärtner Daniel August Schwarzkopf die Grundlage einer Rosensammlung im Weissensteiner Park. Schwarzkopf zählt zu den Pionieren bei der Einführung des englischen Landschaftsgartens in Deutschland. Die von ihm geschaffene ‚Perle von Weissenstein’ gilt als die erste deutsche Zuchtrose und blüht noch heute in unserer Rosensammlung. Weitere Rosen von Schwarzkopf sind ‚Belle de Weissenstein’, ‚Pourprée de Weissenstein’, ‚Petit Hessoise’ und ‚Centifolie de Hesse’.  Die nachfolgenden Landgrafen und Kurfürsten Wilhelm I und Wilhelm II gestalteten den Park – jetzt Park Wilhelmshöhe - und damit auch die Anpflanzung der Rosen immer wieder neu. Kurfürst Wilhelm I ließ durch seinen Hof-Miniaturmaler Salomon Pinhas einen großen Teil seiner Rosensammlung im Bild festhalten.                     

Der Verein ist verpflichtet, sich an das historische Vorbild der Anlage des Daniel August Schwarzkopf  zu halten, aber sinngemäß die Sammlung mit Wild- und Strauchrosen zu ergänzen. Wir sind stolz, dass die Wilhelmshöher Rosensammlung mit über 1000 Rosen unter Rosenliebhabern wieder weltbekannt ist. Der Weltrosenpräsident David Ruston, Australien erklärte sie zu der romantischsten Rosenanlage der Welt.














Abbildungen aus Pinhas, Salomon: 134 Aquarelle Rosensammlung Wilhelmshöhe 1815.  (gebunden in der Schloßbibliothek Wilhelmshöhe.)